DOOH-Kampagne planen: Der komplette Leitfaden für Einsteiger

Von
Julia Walther
Digital-Out-of-Home

Du hast gehört, dass DOOH boomt. Du hast gelesen, dass Außenwerbung zum Wachstumskanal Nummer eins geworden ist. Vielleicht hast du sogar schon unseren Beitrag zu den +26 Prozent Wachstum im DOOH-Markt gelesen. Und jetzt fragst du dich: Wie fange ich eigentlich an?

Dieser Leitfaden ist für dich. Keine Buzzwords, kein Agentur-Sprech, keine Voraussetzungen. Einfach eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du deine erste DOOH-Kampagne planst – von der Zielsetzung bis zur Erfolgsmessung.

Was ist DOOH eigentlich und was nicht?

Bevor wir einsteigen, eine kurze Begriffsklärung. DOOH steht für Digital-Out-of-Home – also digitale Werbung im öffentlichen Raum. Das umfasst alles von festen LED-Screens an Bahnhöfen und in Einkaufszentren bis hin zu mobilen Formaten wie LED Bikes und LED Trucks, die durch die Stadt fahren.

DOOH ist nicht das Gleiche wie klassische Plakatwerbung. Der entscheidende Unterschied: Digitale Formate können in Echtzeit aktualisiert werden, sie zeigen Bewegtbild statt statischer Motive und lassen sich datenbasiert aussteuern. Gleichzeitig ist DOOH nicht das Gleiche wie Online-Werbung – es gibt keinen Ad Blocker, keinen Skip-Button und keinen Algorithmus, der entscheidet, ob deine Werbung gezeigt wird.

Eine ausführliche Gegenüberstellung aller Formate findest du in unserem Beitrag Was ist der Unterschied zwischen DOOH, MDOOH, Ambient Media und Guerrilla-Marketing?.

Schritt 1: Ziel definieren – Was willst du erreichen?

Klingt banal, wird aber regelmäßig übersprungen. DOOH kann verschiedene Ziele bedienen, und das gewählte Ziel bestimmt das Format, das Budget und die Erfolgsmessung:

Markenbekanntheit aufbauen: Du willst, dass mehr Menschen deine Marke kennen. Das ist das klassische DOOH-Ziel und der "Upper Funnel". Hier funktionieren reichweitenstarke Formate wie unser amber LED TRUCK MEGASCREEN oder großflächige Ambient-Kampagnen mit amber BAGs besonders gut.

Abverkauf oder Traffic steigern: Du willst, dass Menschen sofort handeln – eine Website besuchen, eine App downloaden, ein Geschäft betreten. Hier brauchst du einen klaren Call-to-Action und einen QR-Code auf dem Medium. Mobile Formate wie das amber LED BIKE mit interaktiven Screens eignen sich ideal.

Employer Branding und Recruiting: Du willst Bewerber anziehen. Dann ist Ambient Media wie Bäckertüten und Becher oft wirkungsvoller als jede Stellenanzeige auf Indeed – besonders für Blue-Collar-Zielgruppen. Mehr dazu in unserem Beitrag zu erfolgreichem Recruiting mit Ambient Media.

Event-Begleitung: Du willst rund um ein Event (Messe, Festival, Produktlaunch) präsent sein. Hier sind mobile Formate König, weil sie dorthin können, wo deine Zielgruppe sich versammelt.

Schritt 2: Zielgruppe und Region bestimmen

DOOH-Kampagnen werden nicht national geplant wie TV-Spots. Sie werden regional geplant – und genau das ist ihr Vorteil. Du wählst die Städte, Stadtteile und sogar die Straßen, in denen deine Zielgruppe unterwegs ist.

Fragen, die du beantworten musst: In welchen Städten sitzt meine Zielgruppe? Welche Stadtteile sind relevant – Innenstadt, Gewerbegebiet, Wohnviertel, Uni-Nähe? Zu welchen Tageszeiten ist meine Zielgruppe unterwegs? Gibt es saisonale Peaks, die ich nutzen kann?

Unsere Regionalwerbung erlaubt dir eine Ausspielung bis auf Postleitzahl-Ebene. Und wenn du nicht weißt, wo deine Zielgruppe ist, helfen wir dir bei der Standortanalyse – das gehört zu unserem Service.

Schritt 3: Das richtige Format wählen

Hier wird es spannend. DOOH ist nicht gleich DOOH. Die Formatwahl hängt vom Ziel, vom Budget und von der Zielgruppe ab. Hier die wichtigsten Kategorien:

Mobile DOOH (MDOOH): Screens auf Rädern – unser amber LED BIKE SOLAR und der amber LED TRUCK MEGASCREEN. Maximale Flexibilität, keine festen Standortverträge, ideal für Events und regionale Kampagnen. Der MEGASCREEN bringt Sound mit und kann 3D – er ist für den Wow-Effekt gebaut. Das LED Bike ist leiser, agiler und erreicht Fußgängerzonen und Parks.

Ambient Media: Physische Werbeträger im Alltag – amber CUP (Becher), amber BAG (Bäckertüten), amber PIZZA (Pizzakartons), amber STAR (Getränkeuntersetzer). Haptisch, persönlich, lange Kontaktzeit. Ideal für Markenbekanntheit und Recruiting.

Guerilla-Formate: amber POWERBEAMER (Fassadenprojektionen), amber STICKER, amber FLOWER (Blumen-Sampling). Für Aufmerksamkeits-Peaks und virale Momente.

Eine vollständige Übersicht aller Formate mit Bildern und Beispielen findest du in unserer Touchpoints-Übersicht.

Schritt 4: Budget festlegen

DOOH ist skalierbarer, als die meisten denken. Du brauchst kein sechsstelliges Budget, um einzusteigen. Hier ein realistischer Rahmen:

Einstieg (5.000 bis 10.000 Euro): Eine regionale Ambient-Kampagne mit Bäckertüten oder Bechern in einer Stadt für 4-6 Wochen. Oder ein LED Bike für 5-10 Einsatztage. Ideal zum Testen und Kennenlernen des Kanals.

Standard (15.000 bis 40.000 Euro): Kombination aus 2-3 Formaten in 1-2 Städten für 6-8 Wochen. Zum Beispiel amber BAG plus amber CUP plus amber LED BIKE. Das ist die klassische crossmediale Kampagne, die messbaren Impact liefert.

Premium (50.000 Euro aufwärts): Multi-Stadt-Kampagnen mit LED TRUCK MEGASCREEN, Ambient-Medien und Promotion-Teams. Für nationale Kampagnen, Produktlaunches oder Event-begleitende Aktionen.

Detaillierte Kontaktzahlen und Preise pro Format findest du in unseren Mediadaten 2026. Und wenn du unsicher bist, welches Budget für dein Ziel angemessen ist: Wir beraten unverbindlich.

Schritt 5: Creative gestalten

Die häufigste Frage an dieser Stelle: Brauche ich eine Agentur für die Kreation? Die Antwort: Kommt drauf an.

Für Ambient-Medien wie Bäckertüten und Becher brauchst du ein druckfähiges Design – das kann dein internes Marketing-Team oder ein Freelancer liefern. Die technischen Spezifikationen stellen wir bereit.

Für LED-Medien brauchst du Bewegtbild-Content – idealerweise kurze, hochformatige Videos mit wenig Text und starken Visuals. Die Faustregeln: maximal 10 Sekunden pro Spot, maximal 7 Wörter pro Szene, starke Kontraste für Outdoor-Lesbarkeit.

Wenn du noch keine Bewegtbild-Assets hast, unterstützen wir dich bei der Kreation. Tipps zur optimalen Gestaltung findest du auch in unserem Beitrag zu datenbasierter Kreativität im Marketing.

Schritt 6: Timing planen

Wann du eine DOOH-Kampagne schaltest, ist genauso wichtig wie wo. Die wichtigsten Timing-Regeln:

Saisonale Kampagnen 6-10 Wochen vorher planen. Wenn du zur Weihnachtssaison werben willst, musst du im September buchen. Für die Festivalsaison im August brauchst du das Briefing im Juni. Der Grund: Produktion (Tüten, Becher), Standortgenehmigungen und Logistik brauchen Vorlauf.

Wochentage beachten. In Innenstädten performt DOOH am besten unter der Woche (Pendler, Büroarbeiter). In Gastronomie-Vierteln und Ausgehgegenden ist das Wochenende stärker. LED Bikes können auf Wochentag und Tageszeit flexibel eingestellt werden.

Event-Peaks nutzen. Rund um Sportereignisse, Messen, Stadtfeste und Feiertage steigt die Frequenz im öffentlichen Raum massiv. Plane deine Kampagne so, dass sie diese Peaks mitnimmt.

Schritt 7: Kampagne live schalten und begleiten

Sobald die Kampagne läuft, ist der Job nicht getan. DOOH-Kampagnen lassen sich – im Gegensatz zu gedruckten Plakaten – während der Laufzeit optimieren:

Creative-Rotation: Wechsle alle 2-3 Wochen die Motive, um Ermüdung zu vermeiden. Bei digitalen Medien ist das per Knopfdruck möglich.

Standort-Optimierung: Wenn ein LED-Bike-Standort nicht performt (zu wenig Frequenz, falsche Tageszeit), kann der Einsatz innerhalb eines Tages umgeplant werden. Das ist der Vorteil mobiler Formate gegenüber festen Screens.

Wetter-Anpassung: An sonnigen Tagen sind die Menschen draußen – ideale Bedingungen für OOH. An Regentagen kann das Budget eher auf Indoor-Touchpoints (Becher, Bäckertüten) verlagert werden.

Schritt 8: Erfolg messen – Welche KPIs zählen?

Die Erfolgsmessung bei DOOH ist besser als ihr Ruf. Hier die wichtigsten KPIs:

Brutto-Kontakte und Reichweite: Wie viele Menschen haben die Kampagne potenziell gesehen? Das lässt sich über Frequenzdaten der Standorte berechnen. Unsere LED Bikes haben integrierte Frequenzmessung – mehr dazu in unserem Beitrag zur Frequenz-Messung in amber LED BIKES.

QR-Code-Scans: Wie viele Menschen haben den QR-Code auf dem Medium gescannt? Das ist der direkteste Wirkungsnachweis für Performance-Kampagnen.

Brand Lift: Hat sich die Markenbekanntheit nach der Kampagne erhöht? Das lässt sich über vorher-nachher-Befragungen messen. Wir helfen bei der Einrichtung.

Footfall-Attribution: Haben mehr Menschen nach der Kampagne dein Geschäft besucht? Das ist über anonymisierte Mobilfunkdaten messbar.

Social-Media-Spillover: Wurde die Kampagne fotografiert und geteilt? Gerade LED Trucks und Guerilla-Aktionen generieren organischen Social-Media-Content.

Eine ausführliche Übersicht aller relevanten KPIs findest du in unserem Beitrag Welche KPIs für OOH-Kampagnen wirklich relevant sind.

Häufige Einsteiger-Fehler

Fehler 1: Zu viel auf einmal wollen. Starte mit einer Stadt, 1-2 Formaten, 4 Wochen Laufzeit. Lerne daraus, optimiere, dann skaliere.

Fehler 2: Das Online-Creative auf DOOH kopieren. Ein Instagram-Post funktioniert nicht auf einem LED-Screen. Outdoor braucht größere Schriften, stärkere Kontraste, weniger Text.

Fehler 3: Keinen CTA integrieren. Jede DOOH-Kampagne sollte eine klare Handlungsaufforderung haben – mindestens eine URL, besser einen QR-Code.

Fehler 4: Nach der Kampagne nichts tun. Die besten Learnings kommen aus der Post-Analyse. Welche Standorte haben performt? Welche Creatives haben mehr Scans generiert? Dokumentiere alles für die nächste Kampagne.

Dein Einstieg in 5 Minuten

Wenn du bis hierhin gelesen hast und denkst "Okay, ich will das ausprobieren", dann ist der nächste Schritt simpel: Lade unsere Mediadaten 2026 herunter. Dort findest du alle Formate mit Preisen, Kontaktzahlen und technischen Spezifikationen. Oder wirf einen Blick auf unsere FAQ für die häufigsten Fragen zum Einstieg.

Bereit für deine erste DOOH-Kampagne? Wir machen es dir leicht. Schick uns eine kurze Anfrage mit deinem Ziel, deiner Zielgruppe und deinem ungefähren Budget – wir kommen innerhalb von 24 Stunden mit einem Vorschlag zurück. Keine Bindung, keine Kosten, nur Klarheit.

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