+26 % in einem Jahr: Warum DOOH gerade das einzige Werbeformat ist, das wirklich wächst

Von
Karsten Warrink
Digital-Out-of-Home

Während der gesamte deutsche Werbemarkt 2025 mit einem Minus von 0,9 Prozent abschloss, hat ein Segment alle Erwartungen übertroffen: Digital-Out-of-Home. Plus 26 Prozent Wachstum in einem einzigen Jahr. Plus 350 Millionen Euro Bruttoumsatz. Ein neuer Marktanteil von fast 10 Prozent am gesamten Mediavolumen.

Das sind keine Nischenentwicklungen. Das ist eine tektonische Verschiebung im Werbemarkt. In diesem Beitrag ordnen wir die Zahlen des Nielsen Werbetrends 2025 ein, erklären, warum DOOH so stark wächst und zeigen dir, wie du als Marke jetzt davon profitierst.

Die Nielsen-Zahlen im Detail

Der Nielsen Werbetrend für 2025 liest sich wie ein Zeugnis mit einer einzigen Eins und ansonsten Dreien und Vieren. Die Gesamtentwicklung des Werbemarkts war leicht rückläufig. TV verlor Anteile, Print stabilisierte sich auf niedrigem Niveau, Online rutschte leicht ab. Und dann: DOOH mit plus 26 Prozent.

In absoluten Zahlen: Die Brutto-Werbeumsätze von DOOH stiegen auf circa 1,7 Milliarden Euro. Die gesamte Außenwerbung (analog + digital) kletterte auf 3,56 Milliarden Euro – ein Marktanteil von 9,9 Prozent. Im Sommer 2025 wurde erstmals die 10-Prozent-Marke übersprungen.

Was das bedeutet: Jeder zehnte Werbe-Euro in Deutschland landet inzwischen "draußen". Im Langzeittrend hat sich der OOH-Anteil seit 2014 von 5,8 auf über 10 Prozent nahezu verdoppelt.

Innerhalb der Außenwerbung liegt der DOOH-Anteil bei 48 Prozent – also fast die Hälfte aller OOH-Umsätze kommt inzwischen von digitalen Screens. DOOH ist nicht mehr das Add-on der Außenwerbung. Es ist der Motor.

Vier Gründe, warum DOOH alle anderen Formate überholt

1. Programmatische Buchbarkeit

DOOH lässt sich immer stärker programmatisch buchen – in Echtzeit, datenbasiert, flexibel. Circa 40 Prozent aller DOOH-Umsätze werden bereits programmatisch abgewickelt, bei manchen Anbietern sogar bis zu 50 Prozent. Das macht DOOH für Mediaagenturen und Performance-Marketer attraktiv, die bisher nur digitale Kanäle gebucht haben.

Für Marken bedeutet das: Du kannst DOOH heute so flexibel und datengetrieben einsetzen wie eine Google-Ad-Kampagne – mit dem Unterschied, dass dein Screen nicht geblockt werden kann und im öffentlichen Raum steht.

2. Keine Ad Blocker, keine Algorithmen

Der entscheidende strukturelle Vorteil von DOOH gegenüber Online-Werbung: Es gibt keinen Ad Blocker. Keinen Algorithmus, der entscheidet, ob deine Werbung ausgespielt wird. Kein Skip-Button. Kein Scrollen.

Wenn ein amber LED BIKE durch die Fußgängerzone fährt, sehen es die Menschen. Punkt. Die Screenforce-Studie "Into the Wild" hat gezeigt, dass Social-Media-Werbung zu 99 Prozent nicht erinnert wird. DOOH hat dieses Problem nicht – die physische Präsenz erzwingt Wahrnehmung.

3. Nachhaltigkeit und Green GRP

DOOH gehört laut dem IDOOH-Institut zu den umweltfreundlichsten Mediengattungen. Der CO₂-Fußabdruck pro 1.000 Kontakte liegt bei nur 5 bis 6 Gramm – zum Vergleich: lineares TV kommt auf 830 bis 1.145 Gramm, Zeitungen sogar auf circa 9.000 Gramm.

Für Marken mit Nachhaltigkeitsanspruch ist das ein wichtiges Argument. Mehr dazu in unserem Beitrag zu Green Branding und nachhaltiger Werbung und in unserer GREENAMBER-Initiative, die alle unsere Medien klimaneutral macht.

4. Mobile DOOH (MDOOH) als Gamechanger

Ein Treiber, der in den großen Marktstudien oft untergeht: Mobile DOOH – also DOOH auf Rädern. Unsere amber LED BIKES und der amber LED TRUCK MEGASCREEN bringen die Screens dorthin, wo die Zielgruppe ist. Keine festen Standorte, keine Langzeitverträge, sondern flexible Einsätze an den Hotspots des Tages.

Das ist der entscheidende Unterschied zu klassischen DOOH-Stelen an Bahnhöfen und in Malls: MDOOH ist dort, wo die Zielgruppe lebt, feiert, einkauft, arbeitet. Mehr dazu in unserem Beitrag zu mobiler Außenwerbung und neuen Touchpoints.

Was bedeutet das für dein Marketing-Budget?

Die wachsende Dominanz von DOOH hat direkte Implikationen für die Budgetplanung:

Implikation 1: DOOH ist kein "Nice-to-have" mehr. Wenn Marktanteile von TV zu OOH wandern, können Marketingverantwortliche DOOH nicht mehr als taktisches Add-on behandeln. Es braucht einen festen Budget-Slot – mindestens 10 bis 15 Prozent des Gesamtbudgets für Marken mit Awareness-Zielen.

Implikation 2: Der KMU-Einstieg wird einfacher. Die Fragmentierung der Buchungsmodelle (IO, programmatisch, direkt) macht DOOH auch für kleinere Budgets zugänglich. Eine regionale LED-Bike-Kampagne lässt sich mit wenigen tausend Euro realisieren – etwas, das vor fünf Jahren noch undenkbar war.

Implikation 3: Die Kombination wird zum Standard. Die Bewegtbild-Äquivalenz-Studie (BÄS) 2025 zeigt: DOOH entfaltet seine volle Wirkung im Zusammenspiel mit anderen Kanälen. DOOH plus TV erreicht 89 Prozent Markenbekanntheit, DOOH plus Online-Video 80 Prozent. Monomediale DOOH-Kampagnen kommen auf solide 52 Prozent – crossmediale Ansätze sind aber deutlich stärker.

Wie solche Kombinationen aussehen, beschreiben wir in unserem Beitrag zu crossmedialen Kampagnen im AMBERMEDIA-Stil.

Wer profitiert jetzt am meisten vom DOOH-Boom?

Nationale Marken, die ihre TV-Budgets diversifizieren wollen, finden in DOOH eine Ergänzung mit hoher Reichweite und niedrigem CO₂-Fußabdruck.

Regionale Marken, die bisher nur online geworben haben, können mit MDOOH erstmals physische Präsenz in ihrer Stadt aufbauen – flexibel und erschwinglich. Unsere Regionalwerbung macht das möglich.

Event-Marken, die saisonale Peaks bespielen (Festivals, Sportevents, Messen), profitieren von der Flexibilität mobiler Medien. Heute hier, morgen dort – das geht nur mit MDOOH.

E-Commerce-Marken, die den digitalen Raum sattgehabte Zielgruppen erreichen wollen. Die Gen Z hinterfragt zunehmend ihren Social-Media-Konsum – physische Medien werden als authentischer wahrgenommen.

HR-Abteilungen, die Fachkräfte in Branchen suchen, die LinkedIn nicht erreicht. Bäckertüten und LED Bikes sind in der Pflege und im Handwerk wirkungsvoller als jede Stellenanzeige auf Indeed. Mehr dazu in unserem Beitrag zu Employer Branding über Ambient Media.

Die häufigsten Einwände und warum sie nicht mehr gelten

"DOOH ist zu teuer für uns." – War vielleicht 2018 richtig. Heute starten regionale MDOOH-Kampagnen bei 3.000 bis 5.000 Euro. Das ist weniger als ein Monat Instagram-Ads mit vergleichbarer effektiver Reichweite.

"Wir können die Wirkung nicht messen." – Falsch. Moderne DOOH-Kampagnen bieten GPS-Tracking, Frequenzmessung, QR-Code-Tracking und Footfall-Analysen. Mehr zu relevanten KPIs in unserem Beitrag Welche KPIs für OOH-Kampagnen wirklich relevant sind.

"Unsere Zielgruppe ist zu spezifisch." – Gerade MDOOH erlaubt extrem granulares Targeting: Stadtteile, Tageszeiten, Wochentage, Event-Nähe, Wetterbedingungen. Das ist präziser als jedes Social-Media-Targeting – und ohne Datenschutzbedenken.

"Wir sind eine reine Online-Marke." – Umso wichtiger, im physischen Raum präsent zu sein. E-Commerce-Marken, die OOH ergänzen, berichten von deutlichen Uplifts in Brand Search und Direct Traffic. Die digitale Welt ist überfüllt – die physische Welt bietet noch Raum für Aufmerksamkeit.

DOOH ist kein Trend – DOOH ist die neue Normalität

26 Prozent Wachstum in einem einzigen Jahr ist kein Ausreißer. Es ist die Bestätigung eines langfristigen Trends: Menschen verbringen immer mehr Zeit im öffentlichen Raum, digitale Kanäle werden immer lauter und unwirksamer, und die Werbeindustrie folgt der Aufmerksamkeit dorthin, wo sie tatsächlich ist.

Für dich als Marketingverantwortlichen heißt das: Wenn du DOOH noch nicht in deinem Mediamix hast, ist jetzt der Zeitpunkt. Nicht weil es trendy ist, sondern weil die Zahlen eindeutig sind.

Unsere Touchpoints-Übersicht zeigt dir alle verfügbaren Formate. Und wer als Einsteiger einen strukturierten Einstieg sucht, findet Orientierung in unseren FAQ.

Der Werbemarkt hat sich entschieden: DOOH wächst, während alles andere stagniert. Wann entscheidest du dich? Sprich mit unserem Team über deinen Einstieg in DOOH – oder lade unsere Mediadaten 2026 herunter für alle Kontaktzahlen und Preise.

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